Zeitreisen

- 13.05.2010 von Gregor Kleczkowski

Archivarbeiten im Hause Liebl

George´s and Andras 1st cake

Langjährige Sommerakademieteilnehmer kennen sie, auch wenn sie sich in den letzten Jahren etwas rar gemacht hat. Die liebe Lotte Liebl. Viele Jahre ist sie, mit ihrer Kamera ausgerüstet in der Sommerakademie umhergezogen um möglichst viele Momente festzuhalten und auf Celluloid zu verewigen.

Bei fast zwei Jahrzehnten kommt da doch einiges an Material zusammen, wie Doris und Ich vor einigen Tagen in Steyr feststellten. Anfangs hatten wir nur die tolle Idee ein paar alte Aufnahmen zu digitalisieren, nachdem wir dann aber begonnen hatten Lottes Archiv zu sichten wurde schnell klar, dass die Sache aufwändiger würde, als erwartet. Zu viele Schmankerl fielen uns auf den ersten Blick auf und so beschlossen wir diese Schätze niemandem vorenthalten zu können.

Wir machen uns also in den nächsten Monaten daran, Kontaktkopien und Fotos zu digitalisieren und auszugsweise online zu stellen, um jedem Besucher der Homepage eine kleine Reise durch die Sommerakademiegeschichte zu ermöglichen.

Im übrigen seht ihr auf dem obigen Foto wie George Isherwood und András Kesckes 1991 ihre erste Torte erhielten. Diese war gleichzeitig die erste Torte, welche Sommerakademielehrern überreicht wurde. Seit dem bekommen Lehrer alle 5 Lehrjahre eine Torte. George hat in der Zwischenzeit noch drei Torten von uns bekommen und ist mit 23 Sommern in Graz der Dienstälteste Kursleiter.

In Fotos versinkend,

Gregor

 

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Kommentar von Thomas | 2010-05-31

Wie war ich damals noch jung.... Auch Anke, Michael, Dunja, George, Rosa & Enrique, die damals schon als Lehrer dabei waren. Doris & Gregor dafür fast noch m Windelalter.... Steinzeit war das noch. Keine Handys, keine e-mail. Das Programmheft der Sommerakademie, nein der "Sommerschule für Theater und Straßentheater, Graz", so hat das nämlich 1991 noch geheißen...., also das Programmheft habe ich zuerst auf einer Schreibmaschine getippt, dann die Fotos rastern lassen, sie eingeklebt und schließlich alles so ca. 2000 Mal kopieren lassen. Und dann, ja dann bin ich stundenlang gesessen und habe mindestens fünf doppelseitig kopierte Blätter zu einem Programmheftchen aufeinandergelegt, geheftet und gefaltet. Stundenlang. Und heutzutage wirft man das alles schnurstracks auf eine homepage. Wie gesagt, Steinzeit.
Wir feierten damals schon das fünfjährige Jubiläum. Ich hatte zwei kleine Törtchen mit je fünf Kerzen vorbereitet, die ich bei der Schlussaufführung im Grazer Schauspielhaus den beiden Lehrern George und Andras geben wollte, die beide schon fünf Jahre dabei waren. Als ich auf die Bühne kam, hatte ich nur mehr eine Torte, die sie sich dann teilen mußten..., weil ich auf meinem Weg zur Bühne durch zwei schwere, eiserne Brandschutztüren musste. Eine davon war gemein und hat mir beim automatischen Zufallen eine Torte aus der Hand geschlagen.... Da war ich dann kurz verdutzt und wusste nicht, was tun. Gott sei Dank hatte es niemand außer mir gesehen... Improtheater kam erst später in unser Angebot, aber ich habe das damals schon können, nämlich improvisieren, sprich mit nur einer Torte aufkreuzen und so tun, also ob das Absicht wäre.
Vieles von dem, was es jetzt an der Sommerakademie gibt, hatten wir damals noch nicht. Aber eines schon: diese unvergleichliche und angenehme Stimmung, diese Freude am Tun, am Einfach-Sein-Dürfen, am Spielen. Wenn ich auf die schönen Fotos von Lotte von damals schaue, dann merke ich, dass sich im Grunde an der Sommerakademie nichts geändert hat. Es sind die selben zufriedenen Gesichter geblieben, auch wenn sie heute von anderen "getragen" werden....
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Was ist die Summe aus 7 und 1?*